Zurzeit gibt es eine sehr reale Krise, die tausende Kinder in den ärmsten Regionen Rumäniens betrifft. Ihre Familien sind in einem Kreislauf von zu wenig Bildung und Armut gefangen und die Kinder haben nicht genügend Möglichkeiten und Unterstützung daraus auszubrechen. Kurz gesagt, für viele arme Dorfkinder ist Bildung unerreichbar, die Lebensbedingungen sind praktisch unerträglich und die Chancen für eine annehmbare Zukunft sind extrem begrenzt

FAVOR’s humanitäre Hilfslieferungen führten uns zu einer großen Anzahl der bedürftigsten Gemeinden in județul Bacău. Wir besuchten persönlich hunderte armer Familien und verbrachten Zeit mit Diskussionen mit ihnen. Wir begegneten so vielen Kindern, die wenig bis gar keine Hoffnung für ihre Zukunft haben, denen es sogar an den grundlegendsten Dingen fehlt, die die Schule nur sporadisch besuchen und die oft mit 13 oder 14 ganz mit der Schule aufhören und die als billige Arbeitskräfte für örtliche Grundbesitzer missbraucht werden. Wir hatten oft das Gefühl, dass die Kinder danach schrien ihnen eine Chance zu geben, wenn wir sie zuhause trafen. All das ließ in uns den starken Willen wachsen einen Ort und ein Programm zu schaffen, mit dem wir dahingehend arbeiten konnten die Bahnen für einige dieser Kinder zu ändern.

Bedeutende Studien vieler Organisationen, einschließlich UNICEF und Save the Children, hoben Herausforderungen in der Bildung als drängendstes Problem hervor um für die rumänischen Kinder in ländlicher Armut eine Lösung zu finden. Durch sowohl unseren persönlichen Kontakt mit diesen Haushalten als auch die ausführlichen Diskussionen mit den Verantwortlichen vor Ort, mit Sozialassistenten und mit zuständigen Kinderschutzbehörden kamen wir zum selben Schluss. 

Bildung ist das beste verfügbare Mittel für diese Kinder um möglicherweise in der Lage zu sein aus dem Kreislauf der Armut auszubrechen, in dem ihre Familien feststecken.

In den Dörfern, in denen wir arbeiten geht die Schule nur bis zur 8. Klasse. Um weiter lernen zu können, muss ein Schüler oder eine Schülerin zu einer weiterführenden Schule in der Stadt zugelassen werden. Das bedeutet in erster Linie, dass die Noten gut genug sein müssen um an der weiterführenden Schule angenommen zu werden und zweitens muss man das Geld haben um die Fahrkarten in die Stadt oder eine Unterkunft zu bezahlen. Die Eltern in den meisten dieser Familien haben praktisch kein Einkommen. Die meisten dieser Eltern haben selbst sehr wenig Bildung und manche sind Analphabeten, also können sie ihren Kindern mit dem Lernen überhaupt nicht helfen. Aus diesem Grund denken viele resigniert es sei eine „Tatsache“, dass ihre Kinder nicht über die 8. Klasse hinaus werden lernen können.

Weil sie in dieser Umgebung aufwachsen, akzeptieren die meisten Kinder diese Situation als ihr Schicksal. Sie sehen das auch an vielen anderen jungen Leuten, ihren Nachbarn oder älteren Geschwistern, die ohne weitere Schulbildung im Dorf geblieben sind und alles Mögliche tun um zu überleben. Früh mit der Schule aufzuhören wird als normal betrachtet, damit rechnet man. Die Folge davon ist, dass viele Kinder nur an der Hälfte der Schultage zur Schule kommen. Einige besuchen die Schule kaum und werden von Jahr zu Jahr von Lehrern weitergereicht/ geführt, die inzwischen nur noch wenige Erwartungen haben. Viele der Kinder in der 5. und 6. Klasse können sogar kaum lesen.

Wir wussten, dass wir sie zuerst alle inspirieren mussten um ihnen eine Vision von Schule vermitteln zu können. Wir wussten, dass wir uns einigen anderen sehr realen Herausforderungen mit denen sie konfrontiert sind zuwenden mussten und dass wir sie kompensieren mussten. Kinder können nicht lernen, wenn sie einen leeren Magen haben, deshalb planten wir ihnen ein gutes Mittagessen anzubieten. Wir wussten, dass wir sowohl sicherstellen würden, dass sie ausreichend Kleidung hatten um die Schule zu besuchen, als auch Rucksäcke, Notizbücher und anderes notwenige Material. Wir wussten, dass wir eine freudvolle und freundliche Atmosphäre schaffen würden, in der sich die Kinder willkommen fühlen. Wir würden ihnen Liebe und Ermutigung geben um sie emotional aufzubauen und um ihnen zu helfen ihren inneren Mangel und ihre Verletzungen zu überwinden

Wir teilten unsere Vision mit den Bürgermeistern einiger verschiedener Gemeinden mit denen wir in regem Kontakt standen. Uns wurden drei verschiedene Orte angeboten. Als wir das alte Gebäude auf dem Pausenhof Mărăști, mit viel Platz darum herum, sahen, wussten wir, das war der Ort.

2012 wurde das Gebäude vollständig renoviert und eingerichtet. Was einmal eine feuchte und verfallene Konstruktion war, ist heute ein richtiges Gebäude, ein Umfeld, das einen willkommen heißt, das aus zwei geräumigen Klassenzimmern, Toiletten, einer modernen und voll ausgestatteten Küche besteht. Das weitläufige Gelände draußen bietet Platz für Pausenaktivitäten und Events. Im Frühling 2013 wurde zur Freude aller Kinder ein großer Spielplatz vor dem Zentrum gebaut. Das ist kilometerweit der einzige seiner Art.

Kinder der Klassen 1-8 kommen nach der Schule in zwei Schichten im Centrul Curcubeu an, wo engagierte Lehrer darauf abzielen sie auf ihrem Lernweg zu inspirieren, zu motivieren und zu ermutigen. Die Aktivitäten beinhalten Nachhilfe in schulischen Grundfertigkeiten, Hausaufgabenbetreuung, Bildende Kunst, persönlichkeitsbildende Spiele und Aktivitäten, Einführung in den Umgang mit Computern und Anleitung in persönlicher Hygiene. Weil viele der Kinder unterernährt und hungrig zur Schule kommen, bietet das Zentrum ein täglich nahrhaftes Essen.

Der Nutzen des Regenbogenzentrums

Außerschulische Bildungsangebote mit progressive Methoden tragen wirksam zum Ausbau der sozialen Kompetenzen und der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder bei, wobei das Lernen zum Spaß wird. FAVOR glaubt fest daran, dass, wenn die nötigen Mittel, Weitsicht und Möglichkeiten gegeben sind, die Kinder erfolgreich sein können und in der Welt ihren positiven Beitrag leisten können.

Das FAVOR-Programm ist darauf ausgelegt, einen frühen Schulabbruch bei sozioökonomosich benachteiligten Jugendlichen im ländlichen Raum zu verhindern. Einige der Hauptfaktoren, die zum Schulabbruch führen sind fehlende elterliche Unterstützung, mangelhafte materielle Grundversorgung und familiäre Konflikte. 

 Im Centrul Curcubeu kümmern wir uns um viele der Grundbedürfnisse wie zum Beispiel Essen, Kleidung und Schulmaterialen. Die Kinder bekommen darüber hinaus sehr viel Zuspruch und emotionale Unterstützung, was dazu beiträgt, dass sie lernen sich zuzutrauen Schwierigkeiten selbstständig bewältigen zu können. 

Die vorherrschende liebevolle Atmosphäre im Zentrum, wo sich viele der Kinder als Teil einer richtigen Familie fühlen, hilft dabei, viele ihrer emotionalen Verletzungen zu heilen.

Im Centrul Curcubeu wird ein besonderer Augenmerk auf die Schulbildung gelegt. Die meisten Kinder waren für ihr Alter schulisch sehr weit zurück, als sie ins Zentrum kamen. Viele von ihnen waren Analphabeten. Durch unglaublich viel individuelle Zuwendung, sehr viel Zuspruch und progressive Lehrmethoden, konnten alle Kinder sehr viel lernen. Einige gehören nun sogar zu den Besten ihrer Klasse.

Mach als Freiwilliger mit

Jeder Freiwillige, der sich für Kinder begeistert, ist eine fantastische Unterstützung, um diese Kinder zu werden. Er hilft, den Kindern, mit denen er sich beschäftigt, Träume nach Hause zu bringen.

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